Was ich in Neuseeland noch sehen möchte

Desmond Kabus

2020-04-25 13:31 UTC+02

Due to the Corona-lockdown in New Zealand, I was not able to see everything I planned on visiting. This post describes what I wanted to see in my last few weeks in NZ.

Leider kam meine Reise wegen des Virus verfrüht zum Ende. Hätte ich für ein paar Wochen länger das Land erkunden können, wäre ich mit all meinen Plänen fertig geworden. Vielleicht kehre ich eines Tages nach Neuseeland zurück und schaue mir genau diese Dinge noch an.

Wie man auf der Karte meiner Reise sehen kann, habe ich große Teile der Südinsel nicht gesehen. (Quelle des Satellitenbilds: NASA, gemeinfrei)

In Queenstown erreichte mich die Nachricht, dass das ganze Land in Quarantäne gehen würde. Dort wollte ich mir nur noch ein paar touristische Attraktionen ansehen:

An der Kawarau-Brücke wollte ich mich noch überwinden einen Bungee-Sprung zu machen. Man kann auch den Hausberg der Stadt mit einer Seilbahn erkunden und mit einer Art Bobbahn wieder hinabfahren. Als Abschluss wollte ich noch einen Burger bei Fergburger essen und mir ein Getränk in der Minus 5° Ice Bar gönnen. Ich frage mich, ob diese Bar etwas mit dem Eishotel nahe Kiruna zu tun hat, da es dort genau so eine Bar gab. Angeblich gibt es solche Bars auch in anderen Großstädten.

Fiordland

Von Queenstown wollte ich weiter nach Süden fahren, nächstes Ziel war Te Anau, das Tor zum Fiordland. Wie man schon der Name vermuten lässt, ist diese Region Neuseelands geprägt von abgelegenen, saftig grünen, regnerischen Fjorden. Hier hat man jetzt die Qual der Wahl, welchen von diesen Fjords man sich ansehen möchte:

Von Te Anau aus sollte man als Herr der Ringe-Fan unbedingt das Kepler-Moor ansehen.

Im Fiordland bietet es sich an, eine Mehrtageswanderung zu machen. Ich hatte mir hierzu schon den Hump Ridge Track und den Kepler Track, einen der Great Walks, rausgesucht.

Southland

Auch wollte ich mir Invercargill ansehen. Dort sei es wohl total seltsam, wie breit die Straßen seien. Man habe damit gerechnet, dass diese Stadt extrem wachsen würde, was dann aber nicht so gekommen ist.

Spannender als diese Stadt ist es aber wohl, zum südlichsten Ort auf dem Festland zu fahren, Bluff, von wo man mit der Fähre nach Stewart Island fahren kann. Diese Insel ist ein Vogelparadies, da es dort keine für die Laufvögel gefährlichen Säugetiere gibt. Vor der Insel liegt die deutlich kleinere Ulva Island, auf der ein spezielles Vogelreservat liegt.

Meine Idee wäre es gewesen, dort eine lange Wanderung mit Zelten nach Süden zu machen, um meinen Südlichkeitsrekord aufzustellen. Man sollte sich dort auf jeden Fall mit einer Rotlichtlampe ausrüsten, da die Kiwi-Vögel vor diesen Lampen keine Angst haben; helles Licht verschreckt sonst den Nationalvogel Neuseelands.

Von der Ostküste habe ich auch nicht so viel gesehen, weder auf der Süd- noch der Nordinsel. Die Catlins liegen an der Südküste der Südinsel und sind auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt dort keine besonders bekannten Sehenswürdigkeiten, allerdings sei es dort schön und abwechslungsreich. Ein paar nette Dinge dort sind zum Beispiel:

Auf dem Weg nach Dunedin sollte man sich noch Nugget Point ansehen, wo man nochmal die Chance hat, Pinguine und andere Seevögel zu sehen.

Ostküste

Die meisten Städte Neuseelands sind für Europäer nicht so besonders. In der Studentenstadt Dunedin gibt es aber tatsächlich einiges zu sehen:

Auf der vulkanischen Otago-Halbinsel vor Dunedin gibt es das Larnach Castle, die einzige Burg Neuseelands, die nur wegen der Ästhetik gebaut wurde, und Sandfly Bay, wo man Dünen und Seelöwen sehen kann.

An der Küste zwischen Dunedin und Christchurch sind wieder einige Orte, an denen man sich aufhalten sollte: Pinguine bei Kaitiki Point, victorianische Gebäude in Timaru, und Töpferei in Temuka, aber vor allem Oamaru. Dort sollte man die Natur erkunden, das Opernhaus und Steampunk HQ.

Christchurch und Ausflüge in die Alpen

Für Christchurch hatte ich noch nicht so viel geplant. Definitiv wollte ich mir aber die Gebiete ansehen, die durch die starken Erdbeben vor einigen Jahren zerstört wurden und jetzt nicht mehr wieder aufgebaut werden. Das wären der Stadtteil Avondale und die Horseshoe Lake Reserve. Ansonsten wollte ich einfach mal schauen, was sich so ergibt. Um Sehenswürdigkeiten in Neuseeland zu finden, eignet sich Campermate sehr gut.

Eine Fahrt über Arthur’s Pass zur Westküste stelle ich mir auch cool vor. Dort kann man wohl schöne Wanderungen in den Südalpen machen, insbesondere zum Castle Hill oder vom Nationalparkdorf aus. In dem Nationalpark läuft man mit hoher Wahrscheinlichkeit Keas über den Weg. Im Ort Springfield entlang des Highways steht ansonsten als Werbegag für den Simpsons-Film ein riesiger Donut.

Ein weiterer cooler Ausflug führt nach Mount Sunday. Dieser Berg liegt spektakulär isoliert auf einer Ebene umgeben von deutlich höheren Bergen und wurde als Drehort für Edoras, der Hauptstadt des Reitervolks Rohan, für die Herr der Ringe-Filme verwendet. Hier kann man wohl auch toll campen und super den dunklen Nachthimmel beobachten. Die Fahrt dorthin über die Kiesstraßen sei auch sehr abenteuerlich.

Nach Akaroa auf der Banks-Halbinsel habe ich es ja noch geschafft, dort hätte ich aber auch noch gerne eine der Bootstouren gemacht und eins der vielen Restaurants besucht.


Wenn ich nochmal die Gelegenheit habe, nach Neuseeland zu reisen, würde ich wahrscheinlich in Queenstown landen und von dort aus mit einem Auto mit Zelt oder einem Campervan eine nette Runde fahren: Erst würde es quer durchs Landesinnere an Mount Cook vorbei nach Queenstown, dann über Te Anau ganz nach Süden nach Bluff gehen. Anschließend die ganze Ostküste hoch.

Ich würde jedem nach Neuseeland Reisenden empfehlen, sich Zeit zu lassen und lieber nur einen kleinen Teil des Landes zu erkunden, als sich zu stressen. Für Stress ist es dort einfach zu schön!


  1. vorausgesetzt, dass die Straßen befahrbar sind↩︎